BiereHelles → Mahr's Bräu Hell

Mahr's Bräu Hell

Mahr's Bräu Hell

Mahr's Bräu · Helles

Community
0 Bewertungen

Unser Review

Wenn man sich mit Bier beschäftigt und gerade auch, wenn man die Fühler mal Richtung Bamberg ausstreckt, kommt man an Mahr's Bräu schlicht und ergreifend nicht vorbei. Viele schwören auf die Mahr's-Biere und sogar die Brauerei selbst unterstreicht diesen Hype mit dem Slogan „Das Mahr's aller Dinge". Diese selbstbewusste und fränkische Art gefällt uns gut. Nachdem uns in letzter Zeit kaum gute Helle über die Gaumen gehüpft sind, ist die Spannung entsprechend groß. Fühlen wir doch dem „Mahr's Bräu Hell" mal geschmeidig auf den Zahn.

Das Design ist einfach klassisch „bierig". Genau so wünscht man sich ein Etikett, wenn man die Flasche aus dem Kühlschrank zieht. Es ist allerdings nicht außergewöhnlich schön oder besonders beeindruckend. Nein, es ist einfach schlicht und wirkt sehr authentisch. Nachdem wir uns schon auf den Test gefreut hatten, bevor die Pulle „entkorkt" war, hat uns die eigentliche Optik des Innenlebens zum Sabbern gebracht. Diese sommersonnenartige, goldgelbe Farbe funkelt so sympatisch wie ein flirrend heißer Abend zur schönsten Jahreszeit und verspricht Erfrischung und Gemütlichkeit. Der Traumschaum könnte fester nicht sein und trägt seinen Teil zu diesem visuell-erotischen Erlebnis bei.

Wie mag dieses optisch einwandfreie Gebräu wohl riechen? Würzig? Malzig? Der Schnüffeltest bringt dann die Ernüchterung. Es ist eher süßlich und weist einen sehr deutlichen Schlag in Richtung muffig auf. Ne, damit hatten wir nicht gerechnet und gefallen tut uns das auch nicht. Irgendwie schade, es hat doch so gut angefangen! Da wir aber Bier und keine gescheiterte Beziehung beurteilen, fahren wir einfach mit dem Geschmack fort.

Wird Zeit, auch mal geschmacklich „Mahr's" zu nehmen: Kaum hängt die Flasche am Hals, verpuffen sämtliche Erinnerungen an den Muffduft. Unglaublich erfrischend und sanft erscheint dieses Helle. Den Kohlensäureanteil bezeichnen wir ganz dreist als perfekt. Durch Antrunk und Körper zieht sich der feine Malzgeschmack. Sämtliche Aromen kommen recht zaghaft rüber und erwecken den Eindruck einer guten Erziehung durch den Braumeister. Im hinteren Drittel pumpt sich dann auch mal der Hopfen in den Vordergrund. Allerdings wird das Aroma dadurch eher verwässert als verbessert. Was durchweg auffällt, ist das traumhaft weiche Brauwasser. Als wäre es direkt aus einer mit Seide angereicherten Badestätte für engelsgleiche Jungfrauen entnommen worden.

Wie bewertet man dieses Bier jetzt? Es läuft wunderbar, ja geradezu traumhaft. Für einen geselligen Abend also Ideal. Allerdings entwickelt es aufgrund der Ausgewogenheit auch kaum Charakter. Aber darüber sehen wir in diesem Falle einfach mal hinweg und sagen: Ein tolles, unkompliziertes Bier zum trinken!

Community-Bewertungen

Einloggen um zu bewerten.

Noch keine Community-Bewertungen.